Primärenergiefaktor
Fernwärme in Halle hat Primärenergiefaktor 0,065 - mit Fernwärme sparen Vermieter und Bauherren beim Häuslebauen und Modernisieren. Die Entscheidung für Fernwärme wird den Hausbesitzern in Halle ab sofort noch leichter gemacht. Denn der Fernwärme aus Halle wurde der Primärenergiefaktor 0,065 attestiert.
Aufgrund des im Jahre 2006 fertig gestellten Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerkes (GuD-Anlage) in der Dieselstraße hat sich die Erzeugungsstruktur der Fernwärme in Halle maßgeblich geändert. Deshalb wurde der Primärenergiefaktor der Fernwärmeversorgung überprüft und neu zertifiziert. -> Zertifikat
Das Ergebnis: Halle hat mit 0,065 einen der niedrigsten Primärenergiefaktoren Deutschlands für Fernwärme
Der Hintergrund: Hausbesitzer und Bauherren müssen sich seit Februar 2002 an die strengen Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) halten.
Bei einem Neubau sowie bei wesentlichen Sanierungsarbeiten an bestehenden Gebäuden müssen Mindestwerte der Wärmedämmung eingehalten werden. Darüber hinaus darf für Raumwärme und Warmwasser nur eine bestimmte Menge an Primärenergie aufgewendet werden. Das bedeutet, dass neben der Bereitstellung der Wärme im Gebäude auch die aufgewendete Energie für den Transport aus den Lagerstätten bis in das Gebäude berücksichtigt wird. Diese Aufwendungen werden im Primärenergiefaktor bewertet. Er widerspiegelt das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zu abgegebener Endenergie. Damit kann der Hauseigentümer bestimmen, ob er größeren Wert auf Wärmedämmung und hochwertige Verglasung legt oder in aufwendige Technik für die Heizungsanlage und Warmwasserbereitung investiert.
Fernwärme fällt bei der Erzeugung von elektrischer Energie sozusagen als „Nebenprodukt“ an – deshalb ist hier die Ausnutzung des eingesetzten Erdgases besonders hoch. Dieser Vorteil zeigt sich im Primärenergiefaktor für Fernwärme. Je nach Kraftwerksprozess schwankt jedoch auch dieser Faktor. Die hallesche Fernwärme wurde mit dem Faktor 0,065 zertifiziert – praktisch eine Anerkennung des hochmodernen Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozesses im Heizkraftwerk Dieselstraße der EVH.
Der Primärenergiefaktor geht beim Neubau und bei der Sanierung eines Gebäudes mit in die Berechnungen des Architekten oder Bauplaners ein. Je günstiger – also je niedriger - der Primärenergiefaktor ist, der bei der Energieversorgung eines Gebäudes ausgewiesen wird, desto niedriger sind die gesetzlichen Anforderungen an die Dämmung von Dach, Fenstern und Wänden. Hier steckt ein großes Sparpotential.
Was bedeutet dies nun für den Hauseigentümer oder Planer? Wer mit Fernwärme heizt, braucht keine aufwendige Heizungsanlage. Auch bei Wärmedämmung beziehungsweise Verglasung müssen nur die Mindestwerte eingehalten werden. So halten sich die finanziellen Aufwendungen für die Gebäudesanierung oder den Neubau in Grenzen. Damit können die Mietkosten niedriger ausfallen oder es steht Kapital für die Steigerung des Wohnwertes zur Verfügung.
Ein Beispiel: Um den ungünstigeren Primärenergiefaktor etwa von Öl (1,1) auszugleichen, sind höhere Investitionen in zusätzliche Dämmmaßnahmen bzw. baulichen Wärmeschutz (Wände, Fenster, Dach) notwendig als beim Einsatz von hallescher Fernwärme mit dem Primärenergiefaktor 0,065.
Bei der Sanierung eines Alt-Neubaus mit 4 Eingängen und 4 Etagen beispielsweise sinkt allein der Aufwand für Wärmedämmung wie folgt:
|
Heizung auf der Basis von |
Wärmedämmung |
Kosten ohne Montage |
|
Erdöl |
12 cm |
9.000 Euro |
|
Erdgas |
12 cm |
9.000 Euro |
|
Fernwärme in Halle |
6 cm |
4.500 Euro |
Dabei unberücksichtigt sind Einsparungen auf Grund von einfacherer Anlagentechnik und Schornsteinsanierungen.
Übrigens: Bei der Halleschen Fernwärme liegt der Kraft-Wärme-Kopplungs-Anteil bei 93,9 Prozent. Das wirkt sich günstig auf den Primärenergiefaktor aus: Während der Pauschalwert für Fernwärme 0,7 beträgt, ist er bei der EVH mit 0,065 deutlich niedriger. Zum Vergleich: Öl und Erdgas haben einen Pauschalwert von 1,1.
Primärenergiefaktoren im Vergleich:
